Der PFAD Bundesverband der Pflege- und Adoptivfamilien e.V. lehnt den Kabinettsentwurf zum Ersten Kinder- und Jugendhilfestrukturreform-Gesetz (KJHSRG) trotz einzelner positiver Aspekte entschieden ab und fordert die Mitglieder der zuständigen Ausschüsse des Deutschen Bundestags und Bundesrats sowie der Arbeitsgruppen der Regierungsfraktionen in einem Offenen Brief vom 08.09.2026 auf, den Entwurf im Rahmen des Gesetzgebungsverfahrens kritisch zu prüfen.

Dafür führen wir vier zentrale Kritikpunkte an: Die erkennbare Verbindung zu einem umstrittenen Sparpapier, Zweifel an den zu erwartenden Einsparungen, die Benachteiligung von Pflegekindern und Careleaver*innen und eine weitere Fragmentierung der Jugendhilfe.

Wir sehen im KJHSRG einen deutlichen Rückschritt gegenüber den Zielen des Kinder- und Jugendstärkungsgesetzes (KJSG). Nach unserer Auffassung werden in diesem Entwurf wirtschaftliche Interessen über die Bedürfnisse und Rechte junger Menschen gestellt. Ein solches, parlamentarisches Gesetzgebungsverfahren benötigt fachliche Expertise, daher bieten wir den Abgeordneten ein parlamentarisches Fachgespräch an.

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