(pfad/us) In Halle (Saale) ist der Anteil der in Heimgruppen untergebrachten Kinder und Jugendlichen vergleichsweise hoch. Daher möchte die Stadt die Attraktivität der Pflegeelternschaft stärken. Ziel ist, in den nächsten drei Jahren die Anzahl der Bereitschaftspflegefamilien von 12 auf 50 zu erhöhen und die Dauerpflegen bei nichtverwandten Pflegepersonen zu verdoppeln.

Dafür wurde das erste Anstellungsmodell in Deutschland entwickelt, das über freie Träger sichergestellt werden soll. Sowohl Dauer- als auch Bereitschaftspflegepersonen können ein Anstellungsverhältnis eingehen und damit zusätzlich zu den Leistungen aus der Pflegegeldverordnung des Landes Sachsen-Anhalt einen Zusatzbetrag erhalten, mit dem zusätzliche Tätigkeiten honoriert werden, wie Dokumentationszeit, Supervisionen, Fallberatungen beim Pflegekinderdienst (PKD), Arztbesuche oder Begleitung von Umgangskontakten.

Der Jugendhilfeausschuss der Stadt stimmte dem Konzept „Mehr Pflegeeltern für Halle (Saale)“ am 27.11.2025 einstimmig zu.

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